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Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek: Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über www.dnb.de abrufbar.

© 2021 Küsters, Katharina

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Covergestaltung: Katharina Küsters

Herstellung und Verlag: Katharina Küsters, 51491 Overath

ISBN: 9783754381069

Widmung

Ich widme dieses Buch allen Emotional Support Dog-Teams, die ich in den vergangenen Jahren begleiten durfte. Ich danke euch, für das Vertrauen und die Erfahrungen, die ich machen durfte.

Ich wünsche mir, das mehr Menschen die Bedeutung von Hunden als Unterstützer in emotional belastenden Situationen erkennen. Eine gute Mensch-Hunde-Beziehung, die die Bedürfnisse beider berücksichtigt und die auf Vertrauen und Respekt beruht kann etwas wundervolles sein.

Natürlich danke ich auch den Menschen, die mich bei der Umsetzung dieses Buches unterstützten: meinem Mann Heiko, meinen Freundinnen Nadja und Tanja für Ihre Ideen und Anmerkungen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Definition: Was ist ein Emotional Support Dog?
  2. Typ. Erkrankungen, bei denen ein ESD unterstützt
  3. Der Mensch im Mensch-Hunde-Team
  4. Auswahl eines Emotional Support Dog
  5. Ausbildung
  6. Erfahrungsberichte

Vorwort

Vor vielen Jahren sah ich einen Bericht über Assistenzhunde bei psychischer Belastung im Fernsehen. Dort wurden Hunde aus einem Tierheim in Amerika für Kriegsveteranen ausgebildet. Diese Möglichkeit, wie Hunde Menschen unterstützen können, hat mich fasziniert. In Deutschland waren Assistenzhunde zu diesem Zeitpunkt weitgehend unbekannt. Hin und wieder waren Blindenführhunde-Teams in der Öffentlichkeit zu sehen, noch seltener ein Rollstuhlfahrender mit Assistenzhund.

Schon damals hatte ich eine Vision: ein Hund „mit Vergangenheit“ könnte ein toller Partner für einen Menschen sein, der sich einen vierbeinigen Helfer wünscht. Ich war und bin überzeugt, das viele Hunde in der richtigen Umgebung Wunder vollbringen können. So entstand die Vision von helfenden Hunden, die selber einmal Hilfe benötigt haben. Später hörte ich, das diese Hunde und auch anderen Tiere „Emotional Support Animals“ genannt wurden…. Wörtlich übersetzt: emotional unterstützende Tiere.

Was für eine schöne und treffende Bezeichnung für Hunde, die ihren psychisch angeschlagenen menschlichen Partner unterstützen. Nicht im körperlichen Bereich, wie es die Assistenzhunde für blinde Menschen machen, oder für Gehörlose oder für Menschen, die im Rollstuhl sitzen. Nicht wie die Diabetes- Epilepsie- oder Narkolpesiewarnhunde, die ihrem Menschen vor einem lebensbedrohlichen Anfall warnen. Auch nicht wie die zahlreichen Assistenzhunde bei Autismus, Demenz oder den unterschiedlichen Entwicklungsverzögerungen.

SONDERN HUNDE, DIE DURCH IHRE

BEDINGUNGSLOSE LOYALITÄT, IHRE

ANWESENHEIT, IHREN BERUHIGENDEN

EINFLUSS DAS LEBEN IHRER MENSCHEN POSITIV

BEEINFLUSSEN.

Ich freue mich, mit diesem Buch, dem hierzu gehörenden Arbeitsbuch und der Möglichkeit der Ausbildung von ESD-Teams eine Unterstützung anbieten zu können. Informationen geben können, für Menschen, die sich für einen Emotional Support Dog interessieren, die mehr zur Geschichte, zur Auswahl und Ausbildung wissen möchten.

Bei Fragen meldeeuch bitte bei mir. Ich bin erreichbar über das Kontaktformular auf meiner Homepage: www.assistenzhund.com und über Facebook ESA.Deutschland (Emotional Support Dog Deutschland).

Nun wünsche ich viel Vergnügen beim Lesen und verbleibe,

mit herzlichen Grüßen
Katharina Küsters

Ein paar grundlegende Worte

ESA, ESD, Emotional Support Animal oder Emotional Support Dog.... Begriffe, die seit einigen Jahren in der Assistenz-Hunde-Szene auftauchen und bei denen eine große Unsicherheit bzgl. der Definition besteht. Ist ein ESA / ESD ein Assistenzhund? Können Hunde überhaupt einen Menschen in psychisch belastenden Situationen unterstützen? Welche Rechte haben ESA / ESD? Dürfen diese Hunde ihren Menschen z.B. in ein Geschäft begleiten, im Bus mitfahren, oder haben sie sonstige Ausnahmegenehmigungen, die ein Familienhund nicht hat? Soweit möglich, werde ich in diesem Buch auf diese und weitere Themen, zu denen ich immer wieder gefragt werde, eingehen.

Tiere, die Menschen in emotional belastenden Situationen unterstützen? Klingt interessant und sehr modern... ist es aber gar nicht. Tatsächlich sind „tierische Unterstützer“ bei psychischer Belastung ein sehr altes Phänomen, wie das Kapitel „Geschichte der ESA“ zeigt.

„Ein Emotional Support Animal ist doch auch ein Assistenzhund.“ Diese Aussage ist oft zu hören, genau wie das komplette Gegenteil: „Ein Emotional Support Animal ist ein Pseudo-Assistenzhund, ein Assistenzhund der gar keiner ist, …“ oder auch „Jeder Hund ist ein Therapiehund, was ist daran so besonders?“.

Auch diesem wichtigen Thema, der leicht nachvollziehbaren Unterscheidung zwischen Emotional Support Animal und Assistenzhund ist ein Kapitel gewidmet.

Ein weiteres Kapitel beschäftigt sich mit typischen Erkrankungsbildern von Menschen, bei denen ein ESA oft zum Einsatz kommt. Abschließend ist diese Liste natürlich nicht. So wie es unzählige Erkrankungen gibt, gibt es zahlreiche Einsatzmöglichkeiten für ein ESA.

Ich bitte um Nachsicht, dass ich die Erkrankungen für einen Laien verständlich kurz erkläre und lediglich auf Besonderheiten aufmerksam mache. Ein tieferer Einstieg in das Thema „psychische Erkrankungen“ überlasse ich den Fachleuten, die dafür ein Studium abgeschlossen haben.

Außerdem beschäftige ich mich in diesem Buch mit der Ausbildung eines ESD. Ich habe im Laufe der Jahre intensiver Trainingspraxis einige Verhaltensweisen heraus gefunden, mit denen die Akzeptanz eines ESD in der Öffentlichkeit deutlich steigt. Der Einfachheit halber habe ich diese Verhaltensweisen „Standards“ genannt.

Vor der Ausbildung steht natürlich die Eignung. Auch diesem Thema sei ein Kapitel gewidmet. Wie erkenne ich, ob der Hund Spaß am Job eines ESD hat? Freude an der Arbeit mit Menschen, eine hohe Stresstoleranz und eine Energie, die zum ESA-Nehmenden passt, sind für einen ESD wichtiger als die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Rasse oder eine vorgegebene Größe.

Damit sind wir auch schon bei der Auswahl des Hundes. Da dieses Thema sehr umfangreich ist, habe ich mich auf einige grundlegende Voraussetzungen beschränkt. Die Einschätzung eines Hundes, die Einschätzung bzgl. Streßanzeichen, Belastbarkeit und passendem Energielevel benötigen viel Erfahrung und eine gute Beobachtungsgabe. Ich empfehle daher dringend, dies von einem erfahrenen ESD-Ausbildenden vornehmen oder begleiten zu lassen. Auf jeden Fall sollte man den Rat eines erfahrenen Hundeausbildenden einholen, wenn kein ESD-Ausbildender zur Verfügung steht. Natürlich unterstütze auch ich, im Rahmen der ESD-Ausbildung bei der Auswahl des passenden Hundes.

Das Thema „ein ESD aus dem Tierschutz“ findet ebenfalls seinen Platz in diesem Buch. Nach dieser Übersicht, was den Lesenden in diesem Buch erwartet, wünsche ich viel Freude beim Lesen, bei der Umsetzung und beim gemeinsamen Leben mit einem Emotional Support Dog.

Bei Fragen oder Schwierigkeiten in der Ausbildung kann oft ein Blick von Außen durch einen erfahrenen ESA-Ausbildenden weiterhelfen. Manchmal hilft es auch, in der Ausbildung einen Schritt zurück zu gehen und eine kurze Pause einzulegen. Alle Trainingstipps habe ich nach bestem Wissen und Gewissen zusammen gestellt. Dennoch appelliere ich an den gesunden Menschenverstand jedes Menschen, der mit einem Emotional Support Dog zu tun hat, diesen trainiert oder mit ihm lebt. Er ist und bleibt immer noch ein Tier mit „Ecken, Kanten“ und Verhaltensweisen, die bisweilen eine Herausforderung sein können.